Hagen's posterous

Erster Eindruck GAP iPad-Shop #App #eCommerce

Die erste Shop-App durch GAP für das iPad ist zwar nicht revolutionär und umwerfend, zeigt aber schon sehr gut, wie sich Nutzerführung, User-Interface, Interaktivität und Emotionalität im eCommerce positiv verändern werden.
Es entsteht schon jetzt ein neues Gefühl beim Einkaufen und erstmals kommt schon etwas von dem seit langem im eCommerce immer hoch gepriesenen, aber bislang nicht wirklich realisierten Einkaufserlebnis auf... Das macht schon jetzt Lust auf mehr von dem, was hier zu entstehen beginnt :-)
Nachfolgend nun ein paar Eindrücke...

(download)

Ein paar Gründe, warum ich beim #iPhone bleibe...

ich finde das NexusOne grundsätzlich gut - für mich sprechen aber nachfolgende Gründe absolut dagegen:

- Das NexusOne bietet funktional nichts für mich relevantes, was das iPhone nicht auch hat/kann
- Das iPhone kann mehr, da es viele Patente hat, die daher das NexusOne nicht haben darf (z.B. Zwei-Finger-Zoom durch Multitouch) - umgekehrt gilt dieses nicht, da Google nicht innovativ war und keine eigenen innovativen Funktionalitäten erfunden und entwickelt hat
- Für mich ist ein Handy wie ich es nutze mit der persönlichste Gegenstand überhaupt - Grundsätzlich bin ich ein Fan von OpenSource und breiter Entwicklergemeinde, aber die Apps sind mir zu unsicher, da sie keiner Sicherheits- und Qualitätskontrolle unterliegen. Es ist daher leicht mit "bösen" Apps, das Handy zu missbrauchen, Viren und Trojaner einzuschleusen, automatisiert Premium-SMS zu versenden, Daten (Adressbuch, Kalender, Notizen,...) zu "stehlen", Phishing zu betreiben (ist die Bank-App auch wirklich von meiner Bank?!?) usw... Am PC ist dies schon schlimm genug, aber bei einem Handy will ich so ein Risiko schon gar nicht - da ist mir die Apple Qualitätskontrolle doch wichtiger. Wenn man zudem bedenkt, wieviele Schleifen manche Apps bei Apple durchlaufen, bis sie endlich sicher und auch sauber programmiert sind, dann stimmt mich das schon bedenklich, dass bei Android dies nicht kontrolliert wird...
- Ich habe für hunderte Euros Apps für das iPhone gekauft, die ich nicht mehr verwenden kann
- Es gibt kein iTunes mit Store als Nukleus, mit dem ich alles zentral mit allem Synchronisieren kann (Mac, iPhone, Apple-TV, iPods,...) - Keinen zentralen iTunes Store für Musik (kann ich meine ganze iTunes-Bibliothek überhaupt auf dem NexusOne abspielen? Kaufe seit Jahren - seit es den iTunesStore gibt - meine ganze Musik (und das ist viel!!!) ausschließlich dort...), Filme, TV-Sendungen, Podcasts, die Verbindung zu meinen Fotos und Videos usw... Bin in iTunes gefangen und an Apple gebunden ;-)
- Ich muss wahrscheinlich eine Ewigkeit warten, bis es die ganzen lieb gewonnenen Apps die ich HEUTE schon nutze irgendwann mal mit dem NexusOne nutzen kann... - Es wird keine relevanten Apps ausschließlich für das NexusOne geben, die es nicht auch für das iPhone gibt bzw. geben wird
- Es wird noch einige Zeit dauern, bis es für das NexusOne auch nur annähernd so viele relevante Apps gibt, wie für das iPhone
- Die meisten für mich relevanten Google-Anwendungen gibt es auch für das iPhone - wenn nicht von Google direkt, dann von Dritten als App - Latitude, Mail, Docs, Voice-Search, Analytics,... (bis noch auf GoogleVoice)
- ... mir würden sicherlich noch viele andere Gründe einfallen ;-)

Dennoch wünsche ich allen NexusOne-Freunden viel Spass mit ihrem Gerät und ein wenig Wettbewerb ist sicher gut ;-)

Kleine Idee zur "Kontrolle" von NexusOne / Android Apps: Wikipedia-Prinzip

Ich weiss zwar nicht genau, wie die Kontrolle bei den Apps funktioniert, aber mir kam die Idee, es analog Wikipedia zu handhaben.
Jemand bringt eine App raus - diese wird von anderen Entwicklern kontrolliert und ggf. korrigiert oder auch gesperrt...
Vielleicht ist dies ein Weg, um das doch sehr große Sicherheitsrisiko zu reduzieren... Vielleicht macht man es ja auch schon so ;-)

Schöner Artikel über Google von A.Postinett heute im Handelsblatt

Handelsblatt vom 08.01.2010, Seite 7
Google will die ganze Welt des   Internets 
Service, Daten, Netze, Inhalte – die legendäre Suchmaschine baut ihr Angebot aus zu einer kompletten Plattform. Und auf diesem Weg können nur wenige Konkurrenten mithalten.

Eigentlich ist das Nexus One von Google kaum der Erwähnung wert. Okay, es ist schick und hat eine gute Ausstattung. Aber das bieten andere Telefone auch. Weder technologisch noch optisch hat dieses Smartphone etwas zu bieten, das die Konkurrenz nicht innerhalb weniger Monate auch haben könnte, wenn sie wollte. Smartphones kommen und gehen, und Mitte des Jahres wird Apple vermutlich mit einem neuen iPhone zurückschlagen, gegen das das Nexus so alt aussehen wird wie das erste Google-Phone G1 heute gegen das Nexus.

Also business as usual? Nein. Das Nexus One wird die Welt verändern. Denn es hat Google verändert.

Löst man den Blick von Touchscreen und sanft gerundetem Gehäuse, erkennt man, dass die eigentliche Revolution mal wieder im Internet stattgefunden hat: Der Webriese Google ist in den Online-Einzelhandel eingestiegen, er verkauft Nexus selbst. Google greift Amazon an – und die Telekomunternehmen, die zu reinen Lieferanten von SIM-Karten werden. Datamonitor beschreibt die neue Weltordnung so: „Google ist auf dem Weg, zum ersten Anbieter einer kompletten, gemanagten Geräteplattform zu werden, die den Endkunden vom Kauf bis zum Service vollständig begleitet.“

Und mit Service ist nicht nur Google Maps oder die Websuche gemeint. Google hatte sich schon Anfang 2008 in den USA vehement dafür stark gemacht, ungenutzte Bereiche im Frequenzspektrum der Fernsehsender für Onlinedienste nutzbar zu machen. Die beharrliche Lobbyarbeit wird sich auszahlen. Jeder Anbieter von Geräten und Dienstleistungen soll nach dem Willen der Lobbyisten aus Mountain View zu gleichen Bedingungen freien Zugang zu einem Teil dieser Frequenzen bekommen.

Jetzt wird das Bild rund: zu einer Welt, in der selbst das Telefonat über ein Internetprotokoll und nicht über die alte Telefonleitung geführt wird. Google liefert das Telefon, den Web-Service, die Inhalte von Youtube bis Google Books und zum Schluss noch das Datennetz und den Telefonieservice.

Wer sind die Konkurrenten? Die neue Welt erfordert ein enormes finanzielles Polster und Software-Know-how – das hat Microsoft auch. Sie erfordert Mobilfunktechnik – wie bei Nokia. Und wichtig sind Inhalte, wie sie Verlage, Musik- und TV-Konzerne vorhalten. Doch erst die Zusammenballung dieser Komponenten macht den integrierten Plattformanbieter perfekt. Deswegen hat Google nur wenige echte Konkurrenten. Amazon spielt eine gewisse Rolle. Vor allem aber ist Apple ist mit iTunes als Nukleus einer Plattform auf dem besten Weg: Mit dem angekündigten Tablet-PC wird Steve Jobs Ende Januar seine Strategie perfekt machen. Allerdings mit einer Einschränkung: Jobs baut auf ein geschlossenes System unter seiner Kontrolle. Das gilt vor allem für die Apps-Politik, bei der alleine der Kultkonzern nach Gutdünken entscheidet, wer mitmachen darf und womit. Google ist dagegen offen, jeder darf mitspielen, sogar eigene Hardware bauen und von den Diensten profitieren – solange auch Google profitiert.

Google ist auch offen für weitere strategische Optionen. Online-Shops für Google-Tablet-PCs oder E-Book-Reader sind nur eine Frage des Wann, nicht des Ob. Für den E-Book-Reader hatte Amazon unbeabsichtigt mit dem Kindle die Blaupause geliefert: Er ist zu eingeschränkt im Funktionsumfang, um langfristig überleben zu können.

Die größten Probleme werden in dieser neuen Welt die Mobilfunkanbieter bekommen, die heute noch, wie T-Mobile, stolz jedes neue Android-Gerät feiern und glauben, damit den Kampf gegen das iPhone und Apples Telekompartner gewinnen zu können. Eng wird es für sie spätestens dann, wenn Google sein eigenes WiFi-Netz in den TV-Bändern aufgebaut hat und die sogenannte Netzneutralität in den USA und Europa festgeschrieben werden wird. Sie bedeutet, dass jeder Kunde eines Internetproviders – und dazu werden ja auch die Mobilfunkunternehmen – mit seinem Datenzugang machen kann, was er will. Dann sind die Zeiten vorbei, in denen Angebote wie der Internettelefondienst Skype nach Belieben ausgesperrt oder von Nutzern oder Anbietern Sondernutzungsgebühren für bestimmte Dienste wie Video oder TV verlangt werden können. Die Mobilfunkbetreiber müssen in der neuen Welt auf Augenhöhe mit den neuen Plattform-Giganten konkurrieren, aber dafür fehlen ihnen noch viele der nötigen Zutaten. Dann müssen sie sich auf die Rolle des schlichten Datentransporteurs beschränken. Und da wird sich der Wettbewerb über den Preis abspielen.

Nexus bedeutet übersetzt: viele Dinge, die miteinander verbunden, vernetzt sind. Das kann eine ganze Menge bedeuten. Auf jeden Fall ist es aber mehr als ein intelligentes Mobiltelefon mit etwas Software. Das ist nur der Anfang.

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